Asamkirche Maria de Victoria
(551 Bewertungen)

Neubaustraße 11/2, Ingolstadt

Neubaustraße 11/2, 85049 Ingolstadt, Germany

Asamkirche Maria de Victoria | Öffnungszeiten & Fotos

Die Asamkirche Maria de Victoria gehört zu den eindrucksvollsten Kulturorten in Ingolstadt und ist genau jener Ort, an dem ein eher unscheinbarer erster Eindruck in wenigen Sekunden in Staunen umschlagen kann. Versteckt in der Altstadt, ohne weithin sichtbare Türme und mit einer bewusst zurückhaltenden Fassadengestaltung, öffnet sich hinter dem Eingang ein Raum, der zu den großen barocken und rokokohaften Erlebnissen der Stadt zählt. Die Kirche wurde 1732 bis 1736 als Betsaal der Marianischen Kongregation errichtet; als Architekt wird Egid Quirin Asam genannt, die Ausführung lag bei Michael Anton Prunthaler. Der rechteckige, etwa zehn Meter hohe Saalbau ist architektonisch bewusst einfach angelegt, doch gerade dieser Kontrast macht den Reiz des Bauwerks aus. Im Inneren entfaltet sich ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Malerei, Stuck, Licht und Perspektive, das Besucherinnen und Besucher bis heute in seinen Bann zieht. Besonders bekannt ist das große Deckengemälde von Cosmas Damian Asam, das Maria als Königin des Himmels und Mittlerin der göttlichen Gnaden zeigt. Dazu kommt die berühmte Lepanto-Monstranz in der Sakristei, die den sakralen Rang des Ortes zusätzlich unterstreicht. Die Asamkirche ist damit nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern ein lebendiges Stück Ingolstädter Kulturgeschichte mit hoher Anziehungskraft für Kunstinteressierte, Stadtentdecker, Fotofans und alle, die den Kontrast zwischen äußerer Zurückhaltung und innerer Pracht erleben wollen. ([ingolstadt.de](https://www.ingolstadt.de/Kultur/Museen/weitere-/Asamkirche-Maria-de-Victoria/?utm_source=openai))

Öffnungszeiten, Eintritt und Besichtigung

Wer die Asamkirche Maria de Victoria besuchen möchte, sollte die saisonalen Öffnungszeiten im Blick behalten, denn der Zugang ist klar geregelt und nicht ganzjährig identisch. Von März bis Oktober ist die Kirche Dienstag bis Sonntag von 09:00 bis 12:00 Uhr und von 12:30 bis 17:00 Uhr geöffnet. In den Monaten Mai bis September kommen außerdem Montagsöffnungen hinzu. Von November bis Februar gelten verkürzte Winterzeiten: Dann ist die Kirche Dienstag bis Sonntag von 13:00 bis 16:00 Uhr zugänglich. An Faschingsdienstag, Karfreitag, am 1. Januar, am 1. November sowie am 24., 25. und 31. Dezember bleibt die Asamkirche geschlossen. Diese Details sind für die Planung wichtig, weil die Kirche zwar als Sehenswürdigkeit besichtigt werden kann, aber eben kein permanent offener Kirchenraum ist. Wer gezielt wegen des Innenraums, des Deckengemäldes oder der Lepanto-Monstranz kommt, sollte also besser vorher auf die aktuellen Zeiten achten. Der Eintritt liegt laut städtischer Gebührentabelle bei 3,50 Euro für Erwachsene und 2,00 Euro ermäßigt; damit bleibt der Besuch im Vergleich zum kulturellen Wert des Erlebnisses sehr moderat. Zusätzlich gibt es von Ende April bis Ende September die Orgelmatinee um Zwölf, eine traditionsreiche Konzertreihe des Kulturamts der Stadt Ingolstadt, die sonntags um 12 Uhr stattfindet und frei zugänglich ist. So verbindet die Asamkirche Besichtigung, Musik und sakrale Atmosphäre auf besonders niederschwellige Weise. Für Besucher ist das angenehm, weil sich der Aufenthalt nicht nur als kurzer Fotostopp, sondern auch als ruhige kulturelle Pause in der Altstadt eignet. ([ingolstadt.de](https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Meldungs-Archiv/%C3%96ffnungszeiten-Asamkirche-Maria-de-Victoria.php?FID=3052.289.1&La=1&ModID=7&NavID=2789.737&object=tx%2C2789.5.1&utm_source=openai))

Geschichte und Entstehung der Asamkirche

Die Geschichte der Asamkirche Maria de Victoria ist eng mit der religiösen und städtischen Entwicklung Ingolstadts verbunden. Bereits im frühen 17. Jahrhundert entstand in der Stadt eine starke marianische Frömmigkeit, aus der die Bürgerkongregation Maria de Victoria hervorging. Die später errichtete Kirche ist damit kein isoliertes Bauwerk, sondern Ausdruck einer langen Tradition, die in Ingolstadt tief verankert ist. 1732 bis 1736 wurde das heutige Gotteshaus als Betsaal dieser Kongregation gebaut; der Neubau schloss an ältere Formen der marianischen Verehrung an und steht in der barocken Blütezeit der Stadt. Der Ort wird in den Quellen als bewusster Kontrapunkt beschrieben: außen zurückhaltend, fast unscheinbar, innen jedoch auf größtmögliche Wirkung hin komponiert. Genau diese Inszenierung macht die Asamkirche zu einem Schlüsselwerk der süddeutschen Barock- und Rokokokunst. Die Gebrüder Asam, vor allem Egid Quirin Asam als Architekt und Cosmas Damian Asam als Maler, gehören zu den prägenden Künstlern dieser Epoche. In Ingolstadt setzten sie mit Maria de Victoria einen späten Höhepunkt ihres Schaffens. Das Bauwerk ist außerdem ein Hinweis auf die enge Verbindung zwischen Jesuiten, Universität und Stadtgesellschaft, denn die marianischen Kongregationen waren eng in das geistige und religiöse Leben der Stadt eingebunden. In der historischen Perspektive zeigt die Kirche deshalb nicht nur Frömmigkeit, sondern auch Bildung, Repräsentation und städtischen Stolz. Gerade für Besucher, die nach mehr als schönen Fotos suchen, bietet die Asamkirche eine greifbare Brücke zwischen Kunstgeschichte, Religion und lokaler Identität. ([ingolstadt.de](https://www.ingolstadt.de/stadtmuseum/scheuerer/ausstell/sj-burko.htm?utm_source=openai))

Das Deckengemälde und der Rokoko-Innenraum

Der größte visuelle Magnet der Asamkirche Maria de Victoria ist das monumentale Deckengemälde von Cosmas Damian Asam. Es erstreckt sich über die gesamte Decke und zeigt Maria als Königin des Himmels und Mittlerin der göttlichen Gnaden. Das Bild ist nicht einfach nur dekorativ, sondern als Rauminszenierung gedacht: Wer durch den Mittelgang geht, erlebt, wie sich die Perspektive verändert und das Fresko scheinbar mitbewegt. Genau darin liegt die besondere Kraft des Innenraums. Die Architektur ist im Grundriss rechteckig und als Saalbau konzipiert, aber das innere Erscheinungsbild wirkt weit größer, als es die Außenansicht vermuten lässt. Der Raum ist nur etwa zehn Meter hoch, trotzdem entfaltet er ein erstaunlich reiches Zusammenspiel von Farbe, Bewegung und Bilddramaturgie. Für den Besucher entsteht ein Erlebnis, das vom ersten Schritt an auf Staunen zielt: Die Wände wirken fast wie eine Bühne, das Deckenbild zieht den Blick nach oben, und die gesamte Raumwirkung verbindet Sakralität mit künstlerischer Virtuosität. Gerade deshalb ist die Kirche ideal für Menschen, die sich für Architektur, Rokoko-Malerei oder Fotomotive interessieren. Der Gegensatz zwischen der schlichten Fassade und der opulenten Innenwelt wird in vielen Besucherbeobachtungen hervorgehoben und gehört inzwischen fast schon zum Markenkern des Ortes. Die Asamkirche ist also nicht bloß schön, sondern bewusst komponiert, um Emotionen auszulösen. In der Altstadt von Ingolstadt gehört sie zu den bedeutendsten Orten, wenn es um barocke Raumkunst und die Verbindung von Architektur und Illusion geht. ([ingolstadt.de](https://www.ingolstadt.de/Kultur/Museen/weitere-/Asamkirche-Maria-de-Victoria/?utm_source=openai))

Lepanto-Monstranz und sakrale Besonderheiten

Ein zweites Alleinstellungsmerkmal der Asamkirche Maria de Victoria ist die Lepanto-Monstranz. Sie wurde 1708 vom Augsburger Goldschmied Johann Zeckel für die Bürgerkongregation gefertigt und befindet sich heute in der Sakristei der Kirche. Das Stück zählt zu den bekanntesten Werken der barocken Goldschmiedekunst in Ingolstadt und ist eng mit der Marienverehrung sowie mit dem historischen Gedächtnis der Stadt verbunden. Inhaltlich verweist die Monstranz auf die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571, die als Sieg der Heiligen Liga über die osmanische Flotte gedeutet wurde. Im Stadtgeschichtslexikon wird sie als eines der prominentesten und einzigartigsten Kunstwerke dieser Gattung beschrieben. Für den Kirchenbesuch ist das wichtig, weil sich hier nicht nur ein ästhetisches Highlight verbirgt, sondern ein Objekt von hoher symbolischer Dichte. Die Monstranz ist damit ein starkes Bindeglied zwischen Glaubensgeschichte, Propaganda, Handwerkskunst und städtischer Erinnerung. Auch wer sich sonst kaum für liturgische Geräte interessiert, bleibt meist an ihr hängen, weil sie einen außergewöhnlich klaren Eindruck von barocker Inszenierung vermittelt. In Kombination mit dem Deckenfresko entsteht so ein Gesamtbild, das Maria de Victoria weit über den Rang einer normalen Stadtpfarrkirche hinaushebt. Der Ort erzählt vom Selbstverständnis einer Gemeinschaft, die ihre Frömmigkeit in kostbarer Kunst sichtbar machte. Genau deshalb lohnt es sich, beim Rundgang nicht nur schnell hindurchzugehen, sondern den Blick auch auf die kleineren, aber historisch wichtigen Details zu richten. ([stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de](https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/wiki/Lepanto-Monstranz))

Anfahrt, Parken und Lage in der Altstadt

Die Asamkirche liegt in der Ingolstädter Altstadt an der Neubaustraße und ist damit sehr gut in einen Stadtbummel integrierbar. Gerade weil sie keinen markanten Turm besitzt und sich in die Häuserzeile einfügt, entdeckt man sie oft erst, wenn man bereits direkt davorsteht. Das macht den Ort zusätzlich reizvoll. Wer mit dem Auto anreist, findet in der näheren Innenstadt mehrere praktikable Parkmöglichkeiten. Die Tiefgarage Münster liegt direkt gegenüber dem Liebfrauenmünster in der Bergbräustraße 5 und bietet 377 Stellplätze; sie ist damit eine naheliegende Option für einen Besuch im Altstadtbereich. Ebenfalls gut nutzbar ist der Parkplatz Festplatz in der Dreizehnerstraße im Norden der Altstadt mit 1.437 Stellplätzen. Für längere Besuche oder einen kombinierten Altstadt-Rundgang ist das komfortabel, weil man den Kirchenbesuch mit weiteren Sehenswürdigkeiten verbinden kann. Zusätzlich verweist die IFG auf ein Park-and-Ride-Angebot über die Tiefgarage Reduit Tilly, von der aus man mit dem Parkticket kostenlos in die Innenstadt pendeln kann. Das ist besonders praktisch, wenn man nicht direkt im Altstadtkern parken möchte. Für Besucherinnen und Besucher, die Ingolstadt zu Fuß entdecken, ist die Lage ohnehin ein Vorteil: Die Asamkirche liegt in einem historischen Umfeld, in dem sich Kirchen, Plätze, Museen und Einkaufsstraßen ohne große Wege miteinander verbinden lassen. Gerade die Kombination aus urbaner Erreichbarkeit und verborgenem Charakter macht sie zu einem idealen Ziel für einen halben Stadtspaziergang oder einen konzentrierten Kulturstopp. ([ingolstadt-ifg.de](https://www.ingolstadt-ifg.de/parkin/parkeinrichtungen-der-ifg/tiefgarage-muenster))

Orgelmatinee, Kulturprogramm und besondere Eindrücke

Die Asamkirche Maria de Victoria ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit für stille Besichtigungen, sondern auch ein lebendiger Kulturort. Besonders sichtbar wird das bei der Orgelmatinee um Zwölf, einer Konzertreihe des Kulturamts der Stadt Ingolstadt, die von Ende April bis Ende September sonntags um 12 Uhr in der Kirche stattfindet. Die Reihe ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Ingolstädter Kulturlebens und zieht Musikliebhaber aus der Region an. Der Eintritt ist frei, was sie auch für spontane Gäste attraktiv macht. Für viele Besucher entsteht dadurch ein zusätzlicher Grund, die Kirche nicht nur im Rahmen einer klassischen Stadtführung, sondern auch als akustischen Raum zu erleben. Gerade die Verbindung von musikalischer Aufführung und barocker Innenarchitektur verleiht dem Ort eine besondere Intensität. Wer einmal im Mittelschiff steht und das Wechselspiel aus Klang, Licht und Fresko wahrnimmt, versteht schnell, warum diese Kirche bis heute als Juwel gilt. Auch in den Besucherbewertungen spiegelt sich genau dieser Eindruck wider: Die Fassade wirkt schlicht, doch innen entfaltet sich eine überwältigende Pracht, die viele als überraschend und lohnenswert beschreiben. Deshalb ist die Asamkirche für Fotos, Kultur und stille Eindrücke gleichermaßen interessant. Sie eignet sich für kunsthistorisch orientierte Gäste ebenso wie für Menschen, die einfach einen außergewöhnlichen Ort in Ingolstadt erleben wollen. Wer den Besuch plant, sollte die Öffnungszeiten prüfen, sich etwas Zeit für das Innere nehmen und idealerweise auch den kleinen Moment der Ruhe vor dem Deckenbild mit einplanen. Genau dann wird aus einer Sehenswürdigkeit ein bleibender Eindruck. ([ingolstadt.de](https://www.ingolstadt.de/Kultur_Freizeit/Konzerte_Musik/Orgelmusik/?utm_source=openai))

Quellen:

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Asamkirche Maria de Victoria | Öffnungszeiten & Fotos

Die Asamkirche Maria de Victoria gehört zu den eindrucksvollsten Kulturorten in Ingolstadt und ist genau jener Ort, an dem ein eher unscheinbarer erster Eindruck in wenigen Sekunden in Staunen umschlagen kann. Versteckt in der Altstadt, ohne weithin sichtbare Türme und mit einer bewusst zurückhaltenden Fassadengestaltung, öffnet sich hinter dem Eingang ein Raum, der zu den großen barocken und rokokohaften Erlebnissen der Stadt zählt. Die Kirche wurde 1732 bis 1736 als Betsaal der Marianischen Kongregation errichtet; als Architekt wird Egid Quirin Asam genannt, die Ausführung lag bei Michael Anton Prunthaler. Der rechteckige, etwa zehn Meter hohe Saalbau ist architektonisch bewusst einfach angelegt, doch gerade dieser Kontrast macht den Reiz des Bauwerks aus. Im Inneren entfaltet sich ein fein abgestimmtes Zusammenspiel aus Malerei, Stuck, Licht und Perspektive, das Besucherinnen und Besucher bis heute in seinen Bann zieht. Besonders bekannt ist das große Deckengemälde von Cosmas Damian Asam, das Maria als Königin des Himmels und Mittlerin der göttlichen Gnaden zeigt. Dazu kommt die berühmte Lepanto-Monstranz in der Sakristei, die den sakralen Rang des Ortes zusätzlich unterstreicht. Die Asamkirche ist damit nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern ein lebendiges Stück Ingolstädter Kulturgeschichte mit hoher Anziehungskraft für Kunstinteressierte, Stadtentdecker, Fotofans und alle, die den Kontrast zwischen äußerer Zurückhaltung und innerer Pracht erleben wollen. ([ingolstadt.de](https://www.ingolstadt.de/Kultur/Museen/weitere-/Asamkirche-Maria-de-Victoria/?utm_source=openai))

Öffnungszeiten, Eintritt und Besichtigung

Wer die Asamkirche Maria de Victoria besuchen möchte, sollte die saisonalen Öffnungszeiten im Blick behalten, denn der Zugang ist klar geregelt und nicht ganzjährig identisch. Von März bis Oktober ist die Kirche Dienstag bis Sonntag von 09:00 bis 12:00 Uhr und von 12:30 bis 17:00 Uhr geöffnet. In den Monaten Mai bis September kommen außerdem Montagsöffnungen hinzu. Von November bis Februar gelten verkürzte Winterzeiten: Dann ist die Kirche Dienstag bis Sonntag von 13:00 bis 16:00 Uhr zugänglich. An Faschingsdienstag, Karfreitag, am 1. Januar, am 1. November sowie am 24., 25. und 31. Dezember bleibt die Asamkirche geschlossen. Diese Details sind für die Planung wichtig, weil die Kirche zwar als Sehenswürdigkeit besichtigt werden kann, aber eben kein permanent offener Kirchenraum ist. Wer gezielt wegen des Innenraums, des Deckengemäldes oder der Lepanto-Monstranz kommt, sollte also besser vorher auf die aktuellen Zeiten achten. Der Eintritt liegt laut städtischer Gebührentabelle bei 3,50 Euro für Erwachsene und 2,00 Euro ermäßigt; damit bleibt der Besuch im Vergleich zum kulturellen Wert des Erlebnisses sehr moderat. Zusätzlich gibt es von Ende April bis Ende September die Orgelmatinee um Zwölf, eine traditionsreiche Konzertreihe des Kulturamts der Stadt Ingolstadt, die sonntags um 12 Uhr stattfindet und frei zugänglich ist. So verbindet die Asamkirche Besichtigung, Musik und sakrale Atmosphäre auf besonders niederschwellige Weise. Für Besucher ist das angenehm, weil sich der Aufenthalt nicht nur als kurzer Fotostopp, sondern auch als ruhige kulturelle Pause in der Altstadt eignet. ([ingolstadt.de](https://www.ingolstadt.de/Rathaus/Aktuelles/Meldungs-Archiv/%C3%96ffnungszeiten-Asamkirche-Maria-de-Victoria.php?FID=3052.289.1&La=1&ModID=7&NavID=2789.737&object=tx%2C2789.5.1&utm_source=openai))

Geschichte und Entstehung der Asamkirche

Die Geschichte der Asamkirche Maria de Victoria ist eng mit der religiösen und städtischen Entwicklung Ingolstadts verbunden. Bereits im frühen 17. Jahrhundert entstand in der Stadt eine starke marianische Frömmigkeit, aus der die Bürgerkongregation Maria de Victoria hervorging. Die später errichtete Kirche ist damit kein isoliertes Bauwerk, sondern Ausdruck einer langen Tradition, die in Ingolstadt tief verankert ist. 1732 bis 1736 wurde das heutige Gotteshaus als Betsaal dieser Kongregation gebaut; der Neubau schloss an ältere Formen der marianischen Verehrung an und steht in der barocken Blütezeit der Stadt. Der Ort wird in den Quellen als bewusster Kontrapunkt beschrieben: außen zurückhaltend, fast unscheinbar, innen jedoch auf größtmögliche Wirkung hin komponiert. Genau diese Inszenierung macht die Asamkirche zu einem Schlüsselwerk der süddeutschen Barock- und Rokokokunst. Die Gebrüder Asam, vor allem Egid Quirin Asam als Architekt und Cosmas Damian Asam als Maler, gehören zu den prägenden Künstlern dieser Epoche. In Ingolstadt setzten sie mit Maria de Victoria einen späten Höhepunkt ihres Schaffens. Das Bauwerk ist außerdem ein Hinweis auf die enge Verbindung zwischen Jesuiten, Universität und Stadtgesellschaft, denn die marianischen Kongregationen waren eng in das geistige und religiöse Leben der Stadt eingebunden. In der historischen Perspektive zeigt die Kirche deshalb nicht nur Frömmigkeit, sondern auch Bildung, Repräsentation und städtischen Stolz. Gerade für Besucher, die nach mehr als schönen Fotos suchen, bietet die Asamkirche eine greifbare Brücke zwischen Kunstgeschichte, Religion und lokaler Identität. ([ingolstadt.de](https://www.ingolstadt.de/stadtmuseum/scheuerer/ausstell/sj-burko.htm?utm_source=openai))

Das Deckengemälde und der Rokoko-Innenraum

Der größte visuelle Magnet der Asamkirche Maria de Victoria ist das monumentale Deckengemälde von Cosmas Damian Asam. Es erstreckt sich über die gesamte Decke und zeigt Maria als Königin des Himmels und Mittlerin der göttlichen Gnaden. Das Bild ist nicht einfach nur dekorativ, sondern als Rauminszenierung gedacht: Wer durch den Mittelgang geht, erlebt, wie sich die Perspektive verändert und das Fresko scheinbar mitbewegt. Genau darin liegt die besondere Kraft des Innenraums. Die Architektur ist im Grundriss rechteckig und als Saalbau konzipiert, aber das innere Erscheinungsbild wirkt weit größer, als es die Außenansicht vermuten lässt. Der Raum ist nur etwa zehn Meter hoch, trotzdem entfaltet er ein erstaunlich reiches Zusammenspiel von Farbe, Bewegung und Bilddramaturgie. Für den Besucher entsteht ein Erlebnis, das vom ersten Schritt an auf Staunen zielt: Die Wände wirken fast wie eine Bühne, das Deckenbild zieht den Blick nach oben, und die gesamte Raumwirkung verbindet Sakralität mit künstlerischer Virtuosität. Gerade deshalb ist die Kirche ideal für Menschen, die sich für Architektur, Rokoko-Malerei oder Fotomotive interessieren. Der Gegensatz zwischen der schlichten Fassade und der opulenten Innenwelt wird in vielen Besucherbeobachtungen hervorgehoben und gehört inzwischen fast schon zum Markenkern des Ortes. Die Asamkirche ist also nicht bloß schön, sondern bewusst komponiert, um Emotionen auszulösen. In der Altstadt von Ingolstadt gehört sie zu den bedeutendsten Orten, wenn es um barocke Raumkunst und die Verbindung von Architektur und Illusion geht. ([ingolstadt.de](https://www.ingolstadt.de/Kultur/Museen/weitere-/Asamkirche-Maria-de-Victoria/?utm_source=openai))

Lepanto-Monstranz und sakrale Besonderheiten

Ein zweites Alleinstellungsmerkmal der Asamkirche Maria de Victoria ist die Lepanto-Monstranz. Sie wurde 1708 vom Augsburger Goldschmied Johann Zeckel für die Bürgerkongregation gefertigt und befindet sich heute in der Sakristei der Kirche. Das Stück zählt zu den bekanntesten Werken der barocken Goldschmiedekunst in Ingolstadt und ist eng mit der Marienverehrung sowie mit dem historischen Gedächtnis der Stadt verbunden. Inhaltlich verweist die Monstranz auf die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571, die als Sieg der Heiligen Liga über die osmanische Flotte gedeutet wurde. Im Stadtgeschichtslexikon wird sie als eines der prominentesten und einzigartigsten Kunstwerke dieser Gattung beschrieben. Für den Kirchenbesuch ist das wichtig, weil sich hier nicht nur ein ästhetisches Highlight verbirgt, sondern ein Objekt von hoher symbolischer Dichte. Die Monstranz ist damit ein starkes Bindeglied zwischen Glaubensgeschichte, Propaganda, Handwerkskunst und städtischer Erinnerung. Auch wer sich sonst kaum für liturgische Geräte interessiert, bleibt meist an ihr hängen, weil sie einen außergewöhnlich klaren Eindruck von barocker Inszenierung vermittelt. In Kombination mit dem Deckenfresko entsteht so ein Gesamtbild, das Maria de Victoria weit über den Rang einer normalen Stadtpfarrkirche hinaushebt. Der Ort erzählt vom Selbstverständnis einer Gemeinschaft, die ihre Frömmigkeit in kostbarer Kunst sichtbar machte. Genau deshalb lohnt es sich, beim Rundgang nicht nur schnell hindurchzugehen, sondern den Blick auch auf die kleineren, aber historisch wichtigen Details zu richten. ([stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de](https://stadtgeschichtslexikon.ingolstadt.de/wiki/Lepanto-Monstranz))

Anfahrt, Parken und Lage in der Altstadt

Die Asamkirche liegt in der Ingolstädter Altstadt an der Neubaustraße und ist damit sehr gut in einen Stadtbummel integrierbar. Gerade weil sie keinen markanten Turm besitzt und sich in die Häuserzeile einfügt, entdeckt man sie oft erst, wenn man bereits direkt davorsteht. Das macht den Ort zusätzlich reizvoll. Wer mit dem Auto anreist, findet in der näheren Innenstadt mehrere praktikable Parkmöglichkeiten. Die Tiefgarage Münster liegt direkt gegenüber dem Liebfrauenmünster in der Bergbräustraße 5 und bietet 377 Stellplätze; sie ist damit eine naheliegende Option für einen Besuch im Altstadtbereich. Ebenfalls gut nutzbar ist der Parkplatz Festplatz in der Dreizehnerstraße im Norden der Altstadt mit 1.437 Stellplätzen. Für längere Besuche oder einen kombinierten Altstadt-Rundgang ist das komfortabel, weil man den Kirchenbesuch mit weiteren Sehenswürdigkeiten verbinden kann. Zusätzlich verweist die IFG auf ein Park-and-Ride-Angebot über die Tiefgarage Reduit Tilly, von der aus man mit dem Parkticket kostenlos in die Innenstadt pendeln kann. Das ist besonders praktisch, wenn man nicht direkt im Altstadtkern parken möchte. Für Besucherinnen und Besucher, die Ingolstadt zu Fuß entdecken, ist die Lage ohnehin ein Vorteil: Die Asamkirche liegt in einem historischen Umfeld, in dem sich Kirchen, Plätze, Museen und Einkaufsstraßen ohne große Wege miteinander verbinden lassen. Gerade die Kombination aus urbaner Erreichbarkeit und verborgenem Charakter macht sie zu einem idealen Ziel für einen halben Stadtspaziergang oder einen konzentrierten Kulturstopp. ([ingolstadt-ifg.de](https://www.ingolstadt-ifg.de/parkin/parkeinrichtungen-der-ifg/tiefgarage-muenster))

Orgelmatinee, Kulturprogramm und besondere Eindrücke

Die Asamkirche Maria de Victoria ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit für stille Besichtigungen, sondern auch ein lebendiger Kulturort. Besonders sichtbar wird das bei der Orgelmatinee um Zwölf, einer Konzertreihe des Kulturamts der Stadt Ingolstadt, die von Ende April bis Ende September sonntags um 12 Uhr in der Kirche stattfindet. Die Reihe ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil des Ingolstädter Kulturlebens und zieht Musikliebhaber aus der Region an. Der Eintritt ist frei, was sie auch für spontane Gäste attraktiv macht. Für viele Besucher entsteht dadurch ein zusätzlicher Grund, die Kirche nicht nur im Rahmen einer klassischen Stadtführung, sondern auch als akustischen Raum zu erleben. Gerade die Verbindung von musikalischer Aufführung und barocker Innenarchitektur verleiht dem Ort eine besondere Intensität. Wer einmal im Mittelschiff steht und das Wechselspiel aus Klang, Licht und Fresko wahrnimmt, versteht schnell, warum diese Kirche bis heute als Juwel gilt. Auch in den Besucherbewertungen spiegelt sich genau dieser Eindruck wider: Die Fassade wirkt schlicht, doch innen entfaltet sich eine überwältigende Pracht, die viele als überraschend und lohnenswert beschreiben. Deshalb ist die Asamkirche für Fotos, Kultur und stille Eindrücke gleichermaßen interessant. Sie eignet sich für kunsthistorisch orientierte Gäste ebenso wie für Menschen, die einfach einen außergewöhnlichen Ort in Ingolstadt erleben wollen. Wer den Besuch plant, sollte die Öffnungszeiten prüfen, sich etwas Zeit für das Innere nehmen und idealerweise auch den kleinen Moment der Ruhe vor dem Deckenbild mit einplanen. Genau dann wird aus einer Sehenswürdigkeit ein bleibender Eindruck. ([ingolstadt.de](https://www.ingolstadt.de/Kultur_Freizeit/Konzerte_Musik/Orgelmusik/?utm_source=openai))

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

JH

Juan Antonio Estrada Herrera

4. Februar 2020

Diese Kirche ist ziemlich schön... Von außen wirkt sie etwas einfach, aber innen ist sie wunderbar... Auch wenn sie ein bisschen klein ist. Trotzdem mag ich die vielen Gemälde an der Wand und das große an der Decke sehr... Sie haben auch einige interessante Reliquien und andere religiöse Dinge. Der Eintritt kostet etwa 3 €, aber ich denke, es ist es wert, nur wegen der Schönheit ihres Innenraums.

DA

david antoun

10. Juni 2023

Es braucht nicht gesagt zu werden, dass der Touch der Asam-Brüder einen jedes Mal überrascht, wenn man ihre Werke sieht. Der Eintritt kostet 3,5 € in bar. Aber es ist mehr wert, das Äußere ist sehr einfach, aber als ich drinnen war, ist das 490 m2 große Gemälde an der Decke mit seiner Bedeutung mehr als beeindruckend, natürlich ist der Hauptgang etwas von einem anderen Level. Eine sehr erstaunliche Kirche zur Heiligen Maria, der Siegeslady. Eine Barockkirche aus dem 1700er.

KW

Kent Wang

12. November 2023

Die Kirche St. Maria von Victory ist ein Rokoko-Meisterwerk, das von den Asam-Brüdern 1736 erbaut wurde. Ich bin auf der Suche, alle Kirchen der Asam-Brüder zu sehen, die hauptsächlich in Bayern sind. Das Innere ist prächtig mit geschnitztem Stuck, Intarsien und Vergoldung geschmückt. Die Verwendung von hellen Farben und Formen, die von der Natur inspiriert sind, ist typisch für den Rokoko-Stil. Die Decke hat das größte flache Deckenfresko der Welt und zeigt Maria als Königin des Himmels und Vermittlerin der göttlichen Gnade. Jede Ecke stellt einen der vier Kontinente dar, die Maria huldigen. Die Lepanto-Monstranz wurde 1708 von dem Augsburger Goldschmied Johann Zeckl geschaffen, um den Sieg der Christen über die Türken in der Seeschlacht von Lepanto zu commemorieren. Ein sinkendes türkisches Schiff, der fliehende Sultan und ertrinkende Haremsdamen sind in komplizierten Details dargestellt. Eine Monstranz ist ein Gefäß, um die konsekrierte Hostie zu zeigen. Das Wort 'Monstranz' stammt vom lateinischen 'monstrare', was auch die Wurzel für das Wort 'demonstrieren' ist.

AV

Asha C V

21. September 2022

Es gibt eine Eintrittsgebühr von 3 Euro, aber es lohnt sich, sie zu besuchen. Die Innenarchitektur ist so atemberaubend. Der Geschichtsnotiz ist auch auf Englisch verfügbar, sodass man ein klares Bild von jeder Skulptur bekommt. Besucht Ingolstadt nicht nur, um dies zu sehen.

MK

Marta K-M

16. Mai 2023

Wunderschöne Kirche, es lohnt sich wirklich, zu bezahlen und diese Gemälde zu sehen, die auch ihre Wahrnehmung ändern, je nachdem, von welcher Seite der Kirche man sie betrachtet: Ich bin beeindruckt!